Brustverkleinerung (Mammareduktionsplastik)
Viele Frauen haben schwere Brüste ererbt, oft sind sie auch in der Größe unterschiedlich. Sie klagen über Rückenschmerzen, in der Unterbrustfalte kann sich ein Wundsein anbahnen. Im Laufe der Jahre, oft auch nach Schwangerschaften, wird sich die große Brust senken, die Frauen leiden psychisch darunter. Auch bereits in der Jugend suchen viele Frauen mit großen Brüsten kein Schwimmbad auf oder verhüllen ihre Konturen in zu weiten Pullovern oder ähnlichen Kleidungsstücken.
Insofern sollte man diesen Frauen durch eine Brustverkleinerung helfen, wobei die Brust gleichzeitig gestrafft wird. Die Größe der neuen Brust wird im Einzelfall natürlich zuvor besprochen. Bei erheblichem Übergewicht wird von einer Brustverkleinerung abgeraten. Eine bei zu hohem Körpergewicht verkleinerte Brust kann bei späterer Gewichtsreduktion weiter an Größe verlieren. Dies sollte dabei bedacht werden. Das Stillen ist bei den heutigen Techniken der Brustverkleinerung weiter möglich.
Bei der Operation wird zuvor die Schnittführung exakt angezeichnet, die überschüssige Haut sowie Teile des Drüsengewebes werden entfernt. Die gängige Technik bestehen heute in einem umgekehrten T-Schnitt und einem Höhersetzen der Brustwarze, so dass feine Narben um die Brustwarze, von hier senkrecht zur Unterbrustfalte und in der Unterbrustfalte entstehen.
Eine modernere Technik, die Technik nach Lejour, hinterlässt nur eine Narbe um die Brustwarze und eine senkrecht bis zur Unterbrustfalte verlaufende Narbe. Da sich die Haut hier nach der Operation zusammenziehen muss, kann nach der Operation beim Ausbleiben einer Hautschrumpfung eine weitere operative Korrektur erforderlich sein.
Auf die spätere Narbenbildung hat der plastische Chirurg allerdings keinen Einfluss.
Ist die Brust nur abgesunken und will man sie nicht verkleinern, so wird bei ähnlichen Schnittführungen die überschüssige Haut entfernt und das Brustdrüsengewebe samt der Brustwarze angehoben.
Die Operation erfolgt in Vollnarkose, die Patientin ist 1 bis 2 Tage stationär. Die teilweise sehr dünnen Einzelfäden werden nach wenigen Tagen, die in der Haut liegenden Fäden nach 2 – 3 Wochen entfernt.
Die Patientinnen werden vor jeder Operation auch über die Komplikationen aufgeklärt. Diese können sein Blutergüsse und dickere Narbenbildung sowie eine Gefühlsminderung der Brustwarze, Seitenungleichheit sowie ein Verlust der Stillfähigkeit in Einzelfällen. Infektionen sind extrem selten und treten eigentlich nur mit Minderblutung des zur Straffung gefalteten Gewebsareals auf.
Die Patientin sollte sich nach Rücksprache mit ihrem plastischen Chirurgen für die ersten Wochen nach der Operation einen geeigneten Büstenhalter besorgen.
Sie sollte sich vor der Operation um eine Kostenübernahme ihrer Krankenkasse bemühen, die selbst bei großen Brüsten heute bei den meisten Kassen auf Schwierigkeiten stößt. Unbedingt hinzuweisen ist auf die Tatsache, dass die Angabe einer gewissen Gewichtsmenge des entfernten Brustgewebes bei der Operation als Indikation zur Mammareduktionsplastik nicht sinnvoll ist, da der Körbcheninhalt je nach Gewicht und Körpergröße stark variiert (Olbrisch, plastische Chirurgie I/2005). Das Brustgewicht einer Brust einer mitteleuropäischen Frau wird mit 300 g in der Literatur angegeben. Der Inhalt eines C-Körbchens bei einem Unterbrustumfang von 70 cm beträgt 300 g, der Inhalt eines C-Körbchens bei einem Unterbrustumfang von 100 cm beträgt 1220 g.
Alternative Medizin: Schüsslersalze
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