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Das Facelift

Das Standard-Facelift von vor 20 oder 30 Jahren hat sehr viele Modifikationen erfahren. Ist lediglich die Haut gealtert und abgesunken, so mag eine Hautstraffung noch ausreichend sein, obwohl man heute bei jedem Facelifting die zusätzliche Straffung des SMAS (Submuskuloaponeurotisches System, eine flächenhafte Sehne auf der Gesichtsmuskulatur) durchführen sollte. Die kleinste Form des Facelifts ist bei jungen Leuten das Straffen über der Wange, wobei abgerutschtes Fettgewebe an seinen Ort unterhalb des Jochbeines zurückverlagert wird. Ob die Stirn nach seitlich oder gar ganz nach oben wegen Faltenbildung, Zornesfalten oberhalb des Nasenansatzes und/oder abgesunkener Augenbrauen mitgestrafft werden soll, ob eine Halsstraffung erforderlich ist, ob zusätzlich Fett unter dem Kinn abgesaugt oder herauspräpariert werden muss, ob der flächenhafte Halsmuskel (Platysma, der Rasiermuskel des Mannes) in der Mitte korrigiert und vernäht werden muss, muss im Einzelfall besprochen werden.

Das Facelift kann mit einer Lidplastik und mit einer Dermaabrasio (Haut anschleifen) kombiniert werden. Mehrere Monate nach dem Facelift kann zusätzlich zur Glättung der feineren Falten ein chemisches Peeling angeschlossen werden, ebenso eine flächenhafte Injektion mit Hyaluronsäure (eine bestimmte Zubereitung) zum Auffrischen bestimmter Hautbezirke. Abzuraten ist von einer Oberlidplastik, wenn mit dem Face gleichzeitig eine Stirnstraffung durchgeführt wird, die Entfernung der Hautmengen im Oberlidbereich ist hierbei nicht eindeutig abzuschätzen. Ebenso hat sich das frühere Einschneiden im seitlichen Haaransatz für die seitliche Stirnstraffung nicht bewährt, das mit einem oftmals bleibenden Haarausfall verbunden ist. Die Schnittführung sollte hier an der Haargrenze vorgenommen werden. Einzelheiten werden in der Praxis ausführlich besprochen.

Durch ein Facelift gewinnen Sie etwa 10 – 15 Jahre Ihrer Jugend zurück, jedenfalls, was den äußeren Aspekt des Gesichtes betrifft.

Bei Männern ist beim Facelift (wegen des Bartwuchses) eine etwas andere Schnittführung zu wählen.

Die Operation wird üblicherweise in Vollnarkose durchgeführt. Ein leichter Verband für einige Tage ist erforderlich. Stationärer Aufenthalt: 2 – 3 Tage. In bestimmten Fällen kann aber auch unter Sedierung des Patienten in örtlicher Betäubung operiert werden und der Patient nach einigen Stunden die Klinik verlassen. Die Schwellung geht in den ersten ein bis zwei Wochen deutlich zurück, auch evtl. blaue Flecke verschwinden. Eine Restschwellung kann feine Fältchen noch mehrere Wochen ausgleichen. Wenn auch heute die Haut nicht einfach glatt gezurrt und nach Entfernung der überschüssigen Haut festgenäht wird, sondern sich das Ganze deutlich sanfter und biologischer abspielt, so sollte das Ergebnis 2 Wochen nach der Operation doch so deutlich sein, dass Sie die Operation nicht nur Ihrer besten Freundin nicht verheimlichen können. Dazu sollten Sie stehen.

In der Praxis werden Sie korrekt über Komplikationen wie Nachblutung, Infektion, Hautuntergang, Nervenverletzung aufgeklärt.

Endokrinologe - Haarpflege


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