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Die Nasenkorrektur

Die Nasenchirurgie wird heute noch im Wesentlichen nach der Vorgabe des Berliner Chirurgen Joseph aus dem Jahre 1904 betrieben (geschlossene Rhinoplastik). Das Standardvorgehen beinhaltet die Abmeißelung eines Höckers oder, bei einer zu großen Nase, des gesamten knöchernen Nasenrückens mit Anpassung der Nasenscheidewand in dessen Verlängerung, die Verkleinerung der Nasenflügelknorpel, wodurch die Nasenspitze und der Nasendom verkleinert und verfeinert werden, das knöcherne Durchtrennen der beiden Nasenbeine, so dass diese anschließend zusammen geschoben und hier mit einer Metall-, Gips- oder Kunststoffschiene für etwa zwei Wochen fixiert werden.

Wenn eine behinderte Nasenatmung besteht, so ist dies meist auf eine Verbiegung der Nasenscheidewand zurückzuführen, die bei dem Eingriff ebenfalls begradigt werden sollte.

Die operierten Nasen sollten nicht zu früh nach der Operation entlassen werden, damit eine einsetzende Nachblutung, und diese kann erheblich sein, möglichst kurzfristig angegangen werden kann.

Mit dem heute auch gängigen offenen Zugang zur Nase war Joseph allerdings nicht befasst, dieser gibt einen besseren Überblick über die freigelegten Strukturen und ist bei speziellen Indikationen vorzuziehen.


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